Michael Hotopp – Fotograf und Videograf https://michaelhotopp.de/ Thu, 12 Jan 2017 15:51:25 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 Hackintosh: Mein neuer High-End-Rechner für den Videoschnitt https://michaelhotopp.de/hackintosh-mein-neuer-high-end-rechner-fuer-den-videoschnitt/ Thu, 12 Jan 2017 15:51:25 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=633 Mein neuer High-End-Mac für Foto- und Videobearbeitung auf normaler PC-Hardware (Hackintosh). Ein Erfahrungsbericht mit Tipps für den Selbstbau.

The post Hackintosh: Mein neuer High-End-Rechner für den Videoschnitt appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>

Ein Hackintosh ist ein regulärer Computer, auf dem das Apple Betriebssystem (macOS) läuft. Durch einen „Trick“ kann nicht nur Apple-, sondern auch „normale“ PC-Hardware zum Einsatz kommen.

Ich arbeite nun seit etlichen Jahren mit Mac-Computern und habe dabei auch immer die Original-Apple-Hardware verwendet. Allerdings kann man die Dinger so gut wie nicht aufrüsten. Da die Software aber ständig leistungshungriger wird und häufig 4K-Videos und 80 Megapixel-Bilder zu meinem Alltag gehören, muss ich regelmäßig komplette Systeme ersetzen.

Die Hardware

Bei der Auswahl der Hardware, muss man sich recht eng an das halten, was auch Apple in seinen Rechner verbaut. Andernfalls wird die Treibersuche schwierig und man hat mit Kompatibilitätsproblemen zu kämpfen. Ich bin weitestgehend dem Buyers Guide auf tonymacx86.com gefolgt. Aufgrund der aktuellen Projekte, bin ich in die Vollen gegangen: Ein aktueller, wassergekühlter i7-Prozessor mit 4GHz (bzw. übertaktete 4,5 GHz), 64 GB RAM, sowie ein paar schnelle SSDs. Ein paar Abweichungen zu Tonys Empfehlungen gibt es doch: Ich habe mich anstatt für eine GeForce-Grafikkarte, für eine Radeon RX 480 Nitro+ entschieden und habe eine deutlich größere Wasserkühlung bestellt. Außerdem soll der Rechner flüsterleise sein, deshalb tausche ich die Original-Lüfter der Wasserkühlung gegen große Noctua-Lüfter aus.

Der Zusammenbau

Der eigentliche Aufbau des Rechners ging trotz meiner langen Pause vom Rechnerbau, völlig problemlos. Inzwischen ähnelt es eher einem Lego-Technik-Baukasten 😉 Lediglich das saubere Verlegen der Kabel hat mich etwas aufgehalten. Außerdem ist die Wasserkühlung wohl etwas zu überdimensioniert für das verwendete Gehäuse. Zumindest ist es mir nicht gelungen, die vorgesehenen Schraubenlöcher zu verwenden. Nach knapp zwei Stunden bootete der Rechner direkt beim ersten Versuch. Zunächst noch ohne die große Grafikkarte und dem Bluetooth-Dongle.

Installation von macOS

Den USB-Stick mit der Installation von macOS Sierra (10.12.2) hatte ich mir mit der Anleitung von TonyMacX86 bereits im Vorfeld mit UniBeast erstellt. Im BIOS musste ich lediglich ein paar Einstellungen ändern, vom USB-Stick booten und die Installation funktionierte völlig problemlos. Nach der Einrichtung des Systems, wurden mittels einer Software (MultiBeast) noch ein paar Dinge nachinstalliert. Das war es – mehr, oder weniger. Den Bluetooth-Dongle habe ich zwischenzeitlich einfach eingesteckt und mich nicht weiter darum kümmern müssen. Er läuft, als wäre er immer da gewesen. Vom Öffnen des ersten Kartons, bis zu diesem Zeitpunkt sind etwa 3 Stunden vergangen.

Backups sind das A & O

Der Mac läuft und er läuft gut. Aus diversen Berichten anderer Hackintosh-Bauer weiß ich, dass man sich das System gerne mal zerschießt. Nach jedem Teilerfolg, habe ich mittels Super Duper! ein Backup auf eine andere SSD geschrieben. Wäre etwas schief gelaufen, kann ich das noch lauffähige System aus dem Backup booten und zurück schreiben. Tatsächlich habe ich diese Sicherheitsmaßnahme bislang nicht nutzen müssen. Da Systemupdates aber mitunter kritisch sein können, behalte ich mir dies als Plan B in der Hinterhand.

Nun wirds schnell: Die Grafikkarte

Die neuen Radeon-Grafikkarten sollen nativ von macOS Sierra unterstützt werden. Allerdings gibt es noch keine 100%ig passenden Treiber für die von mir verbaute 480 Nitro. Deshalb musste ich ein wenig improvisieren und die Hardware-ID (0x67DF1002) in die AMDRadeonX4100.kext aufnehmen. Ich möchte hier nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber es hat funktioniert. Es ist zu erwarten, dass in einem der nächsten Updates ein entsprechender Treiber vorhanden sein wird. Zwei 4K-Monitore laufen über den DisplayPort derzeit zuverlässig und auch meine Proof-Monitore konnte ich vollständig kalibrieren und profilieren.

Zeig was du kannst!

Nun wollte ich endlich wissen, ob sich Zeit und Geld gelohnt haben. In Adobe Premiere Pro CC habe ich ein aktuelles Video-Projekt geöffnet: 4K, bei 60 Bildern/s, viele schnelle Schnitte, Grading und hier und da eine Verkrümmungsstabilisierung. Die Wiedergabe der Timeline (keine aktivierten Proxys etc.) ist selbst in voller Auflösung absolut stotterfrei. Das Exportieren des 10 Minuten-Films als 4K-YouTube-Video, war in knapp 8 Minuten erledigt. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Die Wasserkühlung hält selbst dabei, den noch nicht übertakteten i7-6700K konstant unter 70°C. Unbelastet dümpelt er sogar bei Raumtemperatur dahin.

Aus einem früheren Projekt habe ich ein 11 Gigabyte-großes, 400 Megapixel-Panorama in Photoshop geöffnet und kann fast verzögerungsfrei mit einem 5.000er-Reparaturpinsel auf dem Bild malen. Meine vorherigen Rechner waren auch alles andere als langsam, aber das sind neue Dimensionen.

Kleine Problemchen und deren Lösung

Innerhalb von knapp 4 Stunden war das System einsatzbereit. Es gibt nur noch ein paar kleine Dinge, die zu optimieren waren.

Zum Beispiel blieb der Rechner nach dem Herunterfahren nicht aus, sondern rebootete lediglich. Mittels dem FixShutdown-Flag in Clover, war es aber schnell behoben.

Um Probleme zu vermeiden, wird während des Boot-Vorgangs lediglich die OnBoard-Grafikkarte benutzt. Hätte ich keinen Monitor, der zwei Signale parallel anzeigen kann, würde ich bis zum Login-Bildschirm von macOS, kein Bild haben. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Von weit verbreiteten Problemen der Hackintosh-Gemeinde, bleibe ich zum Glück verschont. iMessage funktioniert und auch nach dem Ruhemodus habe ich keine Sound-Probleme.

Einzig die fehlenden Treiber für die Grafikkarte sind ein wenig ärgerlich. In After Effects kann ich zum Beispiel keine Hardware-Beschleunigung aktivieren. Glücklicherweise läuft es trotzdem flüssig. Hier hoffe ich noch auf die nächsten macOS-Updates.

Nach einem BIOS-Update bootete macOS nicht mehr und selbst das Backup brach mit einem „Kernel Panik“ ab. Ich musste im BIOS den internen Grafikspeicher (DVMT Pre-allocated Memory) auf 128 MB festlegen. Danach funktionierte alles wieder wie gewünscht.

Sehr selten, brach die Leistung des System ein und reagierte sehr träge. Nachdem ich die Systemdefinition von MacPro auf iMac geändert habe, waren diese Probleme behoben. Man muss darauf achten, dass man auch nah an der Systemdefinition eines vergleichbaren Rechners bleibt. Das ist in diesem Fall halt der iMac 17,1.

Vorläufiges Zwischenfazit

Der Hackintosh muss sich natürlich erst noch im Alltag bewähren. Dennoch bin ich total begeistert. Einige Projekte konnte ich damit schon umsetzen und hatte keinerlei Probleme. Mittlerweile habe ich auch auf einer separaten SSD, Windows 10 Professional installiert und auch das läuft ohne Probleme. Letzteres war eine totale Offenbarung. So problemlos habe ich noch nie ein System installiert…

Der Prozessor läuft mittlerweile auch mit 4,5 GHz und trotzdem hält ihn die Wasserkühlung unter 70°C. Dank der Noctua-Lüfter hat man auch nicht das Gefühl in einem Windkanal zu stehen. 😉

Leistung hat der Rechner somit zu genüge. Nur die SSDs sind/waren momentan noch ein Nadelöhr. Selbst die Samsung 850 Pro schafft „nur“ etwa 500 MB/s zu lesen/schreiben. Mein vier Jahre altes MacBook Pro bootet in ungefähr einem Viertel der Zeit. Ich hoffe, dass eine NVMe-SSD hier zukünftig Abhilfe schafft. Aktuell warte ich noch darauf, dass mein Samsung 960 Pro endlich versendet wird…

Einige Anmerkungen

Jeder der auch darüber nachdenkt, einen eigenen Hackintosh zu bauen sollte folgendes beherzigen:

  • Den Rechner zu bauen, erwies sich für mich deutlich einfacher, als gedacht. Allerdings kam mir hier vermutlich mein altes Leben als Informationstechniker zu Gute. Man muss doch verhältnismäßig weit in die Tiefen des Systems vordringen und kann hier auch viel kaputt machen. Ohne ein entsprechendes Fachwissen, könnte es mitunter sehr frustrierend sein.
  • Eine zweite SSD kostet zwar erst einmal zusätzliches Geld, aber ihr werdet dankbar sein, wenn ihr auf ein funktionsfähiges Backup zurückgreifen könnt. Seid lieber übervorsichtig und feiert jeden Teilerfolg mit einem Backup. 😉
  • Ein solides, besser ein fortgeschrittenes (Fach-)Englisch sollte man zudem beherrschen. Wie so oft, findet man auf englisch-sprachigen Seiten bessere Informationen und das auch noch deutlich schneller.
  • Die Installation von macOS auf PC-Hardware ist eine rechtliche Grauzone. Selbst wenn es in Europa (OEM-Urteile) legal sein könnte, gibt es keine Garantie dafür, dass nach einem Update aus Cupertino, diese Möglichkeit immer noch existiert.
  • Wenn der Hackintosh euer einziger Rechner ist, sollte ihr ihn nicht produktiv einsetzen! Stellt euch vor, ihr steht kurz vor einer Deadline und euer Rechner zickt rum. An wen wollt ihr euch dann wenden? An der Genius Bar wird man euch auslachen und PC-Notdienste werden euch erst einmal mit großen Augen anschauen. Ihr müsst das Problem also selbst beheben.

Ein Hackintosh ist kein Schnäppchen!

Für Viele scheint das Budget der Hauptgrund zu sein, einen Hackintosh zu bauen. Das ist aber eine Milchmädchen-Rechnung.

Vergleichen wir zum Spaß einfach mal den aktuellsten und größten 5K-iMac (17,1) mit meinem System. Mit vergleichbarer Leistung kostet der iMac ungefähr das Doppelte von dem, was nun unter meinem Schreibtisch steht. Aber der iMac hat direkt eine schnellere SSD, eingebautes WLAN, WebCam, Lautsprecher, Mikrofon allerhand Kleinkram, sowie einen werkskalibrierten 5K-Monitor. Rüste ich meinen Rechner dementsprechend nach, ist die Preisdifferenz auf gerade einmal 12,5% zusammen geschrumpft.

Der iMac hat unter Volllast eine Leistungsaufnahme von 240 Watt. Mein Rechner mit Monitor zieht dann rund 830 Watt… Rechnen wir dies auf eine normale Arbeitswoche und über 1 Jahr, bleibt von der augenscheinlichen Ersparnis kaum noch etwas übrig. Bis das System zu meiner Zufriedenheit lief, habe ich rund 15 Stunden meiner Freizeit investiert. Hätte ich die Stunden an mich selbst abgerechnet, dann… Ihr versteht worauf ich hinaus möchte?

Außerdem seid ihr alleine für die Funktion des Rechners verantwortlich und tragt das volle Risiko. Es gibt keine Herstellergarantie.

Warum gehe ich das Risiko trotzdem ein?

Ich brauche für meine Projekte einfach enorm viel Rechenleistung. Von dem aktuellen Nadelöhr der SSD mal abgesehen, macht mein Hackintosh selbst die leistungsstärksten MacPros und iMacs nass. Das Problem mit dem Datendurchsatz ist hoffentlich innerhalb der nächsten Wochen behoben, wenn endlich die Samsung 960 Pro kommt.

Diese Möglichkeit ist auch der Hauptgrund für das ganze Wagnis. Es steht mir frei, die Hardware aufzurüsten. Wenn ich mehr Grafikleistung brauche, setze ich eine zweite RX 480 Nitro+ mit CrossFireX ein und habe die Leistung vervielfacht. SSD zu klein? Neue rein. 😀

Was spricht denn gegen Windows?

Gar nichts. Windows 10 Pro hat mich sogar sehr positiv überrascht. Aber es ist wie bei Fotografen: Hat man sich einmal auf einen Hersteller festgelegt, ist ein nachträglicher Systemwechsel sehr aufwendig und kostspielig. Meine Arbeitsweise ist komplett auf dieses System abgestimmt – außerdem ist der Mensch ein Gewohnheitstier. 😉

Außerdem basiert macOS ursprünglich auf UNIX und da fühle ich mich wohl. Ohne es belegen zu können, hatte ich nach dem damaligen Wechsel auf Apple, deutlich weniger Alltagsprobleme mit dem Rechner und konnte daher effektiver arbeiten. Selbst der IBM-Vize-Präsident meint (Link), dass Macs im laufenden Betrieb rund ein Drittel eines Windows-Systems kosten. Ich lasse das einfach mal so stehen.

PS.: Ich würde mich nicht als Apple-Fanboy bezeichnen. Ja, ich habe Apple-Computer, aber zum Beispiel kein iPhone. Neben iPads habe ich auch ein Surface 3.0 und ein Android-Tablet. Ich suche mir die Geräte aufgrund ihrer Funktion und nicht vom Herrsteller ausgehend aus 😉

The post Hackintosh: Mein neuer High-End-Rechner für den Videoschnitt appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Photokina 2016 – Mein Rückblick https://michaelhotopp.de/photokina-2016-mein-rueckblick/ Mon, 26 Sep 2016 15:40:06 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=607 Die Photokina und mich verbindet eine Hassliebe. Für mich als Fotografen, gehört es eigentlich zum Pflichtprogramm. Habe ich den Messebesuch...

The post Photokina 2016 – Mein Rückblick appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Die Photokina und mich verbindet eine Hassliebe. Für mich als Fotografen, gehört es eigentlich zum Pflichtprogramm. Habe ich den Messebesuch hinter mir, schwöre ich immer wieder aufs Neue: „Nie wieder…“.

Zwei Jahre vergehen. Ich bin fest entschlossen, mir das Gedränge nicht noch einmal anzutun. Und dann liegt doch wieder eine Einladung eines Ausstellers im Posteingang. Es heißt sehen und gesehen werden. Ein Teufelskreis – und das mittlerweile das 14. Jahr in Folge 😎

Als Fotograf habe ich – glaube ich zumindest – mittlerweile eine Stufe erreicht, in der die Ausrüstung nicht mehr so wichtig ist. Somit ist das Angrabbeln der neusten Kameras und Objektive kein Grund mehr mich in die Massen zu stürzen. Vor allem die „Großen“ wie Canon und Nikon verstehen sich blendend darauf, aufs neue zu enttäuschen. Richtiges Fachsimpeln ist auch seit etlichen Jahren nicht mehr möglich. Die Hostessen verweisen gerne auf die ausliegenden Broschüren, oder aufs Internet. Danke – dort könnte ich auch von zu Hause aus nach schauen. Hätte ich wirklich Eintritt bezahlt, würde ich mich ärgern.

Der feine Unterschied

Eine Sache ist mir dieses Jahr besonders aufgefallen: Man kann Berufsfotografen und Hobbyisten erstaunlich leicht auseinanderhalten: Kein echter Fotograf würde freiwillig einen Body mit Batteriegriff, ein 70-200mm 2.8 und einem Blitz auf der Kamera über die Messe schleppen… Alle Kollegen aus dem Profilager hatten lediglich ein Smartphone, höchstens ein Notebook dabei. Tja, bis vor einigen Jahren gehörte ich auch noch zu den Leuten mit Rückenschmerzen 😀

Und doch ist es das „netzwerken“, dass mich regelmäßig nach Köln treibt. Endlich trifft man Fotografen-Kollegen wieder, die man sonst nur via E-Mail, oder Telefon hört.

Dieses Jahr wurde ich unter anderem von Excire eingeladen, die das Lightroom-Plugin zur Bilderkennung (zum Blogbeitrag) entwickelt haben. Ein Roll-Up-Display, ein Tisch und vier Stühle. Das war absolut kein Stand mit WOW-Effekt und doch mein absolutes Highlight auf dieser Messe. Ein sympathisches Team, das wirklich daran interessiert ist, den Fotografen das Leben einfacher zu machen.

Und sonst so?

Die Greifvögel im Innenhof sind nicht mehr da. Stattdessen geben dort nun Akrobaten in regelmäßigen Abständen ihr Können zu besten.

Früher habe ich viel direkt auf der Photokina gekauft und das ein, oder andere Schnäppchen gemacht. Heute liegen meist nur noch Zettel mit Rabatt-Codes für die jeweiligen Online-Shops aus. Ich kann diese Entwicklung absolut nachvollziehen, aber so fehlt leider dieses Hochgefühl, wenn man etwas mitnehmen kann.

Die Vorträge auf der Professional Stage werden leider immer öfter zu Werbeveranstaltungen des Referenten. Trotzdem war das eine, oder andere ganz interessant.

Auf jeden Fall hat diese Photokina, so enttäuschend sie auch aus fachlicher Sicht ist, dafür gesorgt, dass ich mich auf ein Wiedersehen in 2018 freue 😉

The post Photokina 2016 – Mein Rückblick appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Excire Search – Fotos in Lightroom auch ohne Verschlagwortung finden https://michaelhotopp.de/excire-search-fotos-in-lightroom-auch-ohne-verschlagwortung-finden/ https://michaelhotopp.de/excire-search-fotos-in-lightroom-auch-ohne-verschlagwortung-finden/#comments Mon, 22 Aug 2016 09:07:12 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=585 Fotografiert man eine Weile, kommen eine ziemliche Menge Bilder zusammen. Über die Jahre sind mehr als 700.000 Bilder in meinen...

The post Excire Search – Fotos in Lightroom auch ohne Verschlagwortung finden appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Fotografiert man eine Weile, kommen eine ziemliche Menge Bilder zusammen. Über die Jahre sind mehr als 700.000 Bilder in meinen diversen Lightroom-Katalogen gelandet. Dabei lösche ich konsequent „schlechte Bilder“ und Archive, die ich garantiert nie wieder brauche…

Seit zwei Jahren verschlagworte ich meine Bilder nun auch nach jedem Foto-Shooting. Anders ist es unmöglich den Überblick zu behalten. Allerdings mache ich dies nur bei neuen Shootings und nicht rückwirkend. Somit sind die 500.000 Bilder davor, nur anhand der Shootingbezeichnungen und der Kundenschlagworte zu finden.

Ein konkretes Bild, oder ein Bild zu einem bestimmten Thema zu finden, wird schnell zur Mammutaufgabe. Wie toll wäre es, wenn Lightroom (ähnlich wie Flickr) die Bildinhalte selbst erkennt und automatisch verschlagwortet? Allerdings machte mir die mehr schlecht, als recht funktionierende Gesichtserkennung (seit LR 6/CC) wenig Hoffnungen.

Nun soll das Lightroom-Plugin Excire Search genau dieses Wunder vollbringen. Es analysiert die eigenen Bilder in einem Lightroom-Katalog und bietet dann diverse Such-Möglichkeiten an. Bislang kommen allerdings nur Mac-User in diesen Genuß.

Erster Eindruck

Die Installation war angenehm einfach. Endlich kein lästiges Plug-In-Rumkopieren in die richtigen Ordner. Außerdem bietet die .dmg-Datei auch noch eine Deinstallation an. Da hat jemand mal mit gedacht.

Nach der Installation muss man zunächst seine Bilder initialisieren. Je mehr, desto besser, damit die Engine „lernen“ kann. Dieser Vorgang war mit einem kleinen Katalog und ca. 3.000 Bildern auf einer SSD in knapp 45 Minuten erledigt. Hat man nicht ganz so optimale Voraussetzungen, dauert es auch gerne mal deutlich länger. Aber dazu später mehr.

Nachdem die Initialisierung beendet war, habe ich die Suche einfach mal ausprobiert. Man kann Bilder mit Stichwörtern, oder anhand von Referenzbildern suchen. Auch eine Kombination aus den Suchmethoden ist möglich. In den „Zusatzmodulfuntionen“ von Lightroom findet sich ein passendes Menü.

Bilder anhand von Referenzfotos finden

Ich habe mir für einen Test ein simples Bild mit Meerblick und Küste aus meinem Lightroom-Katalog herausgesucht. Expire Search bietet mir daraufhin diverse Möglichkeiten, die Suche weiter einzugrenzen. Neben der Anzahl der Ergebnisse, habe ich auch die Wahl, ob nur nach Inhalt, Farbe, oder einer Kombination daraus gesucht werden soll.

Mit den Standard-Einstellungen habe ich nun die erste Suche gestartet und tatsächlich innerhalb weniger Sekunden ein Ergebnis bekommen. Dabei sortiert der Algorithmus die Ergebnisse nach Relevanz.

 

Das Ergebnis sieht recht vielversprechend aus. Zumindest die Farbstimmung passte auf Anhieb bei der Auswahl. So schnell hätte ich diese Bilder von Hand sicher nicht gefunden. Einige Bilder waren vielleicht nicht ganz optimal ausgewählt, aber das Ausgangsmotiv war auch vielleicht schlecht gewählt. Deshalb habe ich als nächstes die Stichwortsuche ausprobiert…

Bilder anhand von Stichwörtern finden

Die Suche nach Stichwörtern ist ja eigentlich auch das „normale“ Anwendungsfeld. Dabei kann man nicht frei nach Wörtern suchen, sondern bekommt eine Liste (z.B. Baum, Katze, etc.) vorgeschlagen. Neben dem Stichwort, kann man auch Bildeigenschaften definieren. Zum Beispiel: „hell“, „dunkel“, „farbenfroh“, sowie dominante Farben. Damit es nicht zu exotisch wird, habe ich mich für das Stichwort „Auto“ entschieden. Die restlichen Einstellungen habe ich wieder auf den Standard-Einstellungen belassen.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, war innerhalb weniger Sekunden verfügbar und hat mich wirklich überrascht. Neben modernen Autos, hat die Suche auch Oldtimer und Bilder ausgespuckt, auf denen nur Teile des Autos zu sehen waren. Bei weiteren Test kam auch mal eine Schreibmaschine zum Vorschein, aber im Großen und Ganzen bin ich begeistert.

Große Lightroom-Kataloge im Netzwerk

Nach den ersten Tests, wollte ich mal sehen, wie sich das System mit großen Datenmengen schlägt. Außer meine aktuellen Shootings, liegen sämtliche Bilder als RAW-Dateien auf zwei Servern (NAS) im lokalen Netzwerk. Die NAS haben einen schnellen Prozessor, ordentlich Arbeitsspeicher und sind jeweils über zwei Gigabit-Ports mit dem Netzwerk verbunden. Mit 120 MB/s zu lesen ist in der Regel kein Problem. Trotzdem hat die Initialisierung für einen Lightroom-Katalog mit knapp 73.000 Bildern, über 90 Stunden gedauert.

Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Schließlich muss jedes Bild gelesen, als Miniatur exportiert und analysiert werden. Die Analyse gerfolgt übrigens ausschließlich offline, so dass das Plugin nicht „nach hause telefonieren“ muss 😉

Dennoch müssten Rechner für die Initialisierung sämtlicher Bilder rund einen Monat rund um die Uhr laufen. Dies ist nur in Etappen zu realisieren. Glücklicherweise kann man die Initialisierung unterbrechen und später an der gleichen Stelle wieder fortführen.

Fazit

Was das Plugin zu leisten vermag, ist beeindruckend. Früher, oder später werde ich so meine Kataloge nachträglich verschlagworten. Ich fotografiere jedoch hauptsächlich Menschen und auch mal Produkte. Ob für mich eine Suche nach Windmühle einen tatsächlichen Mehrwert bieten wird, muss ich noch ausklügeln. Schade finde ich, dass das Plugin nicht anzeigt, welche Schlagwörter für ein bestimmtes Bild hinterlegt sind. Es sieht zwar so aus, als ob es vorgesehen wäre, aber zur Zeit noch nicht funktioniert. Dennoch ein tolles Produkt und die einmalig 69,- € allemal wert. Vor dem Kauf kann das Plugin übrigens zwei Wochen kostenlos getestet werden. Die meisten Anwender dürften auch deutlich weniger Bilder in ihren Archiven liegen haben 😉

Kleiner Nachtrag

23. August 2016

Dieser Beitrag war kaum 20 Stunden online, da hatte ich eine E-Mail von Excire im Posteingang. 🙂 Mir ist beim Recherchieren leider ein kleiner Fehler unterlaufen, der mich annehmen ließ, dass die Bildanalyse nicht lokal, sondern auf den Servern von Excire geschieht. Da habe ich in die Technologiebeschreibung der API wohl etwas falsch interpretiert. Hierfür möchte ich mich noch einmal entschuldigen 😀

Aber diese E-Mail zeigt auch ganz deutlich, dass die Jungs und Mädels aus Lübeck (ja, dieses super Stück Software stammt aus Deutschland), mit Herzblutz dabei sind. Zukünftig soll mit diesem Plugin auch die Organisation von Personenaufnahmen deutlich einfacher werden. Ich bin gespannt und werde diesen Beitrag auf dem neusten Stand halten.

The post Excire Search – Fotos in Lightroom auch ohne Verschlagwortung finden appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
https://michaelhotopp.de/excire-search-fotos-in-lightroom-auch-ohne-verschlagwortung-finden/feed/ 1
Komparsen für Segway-Video gesucht! https://michaelhotopp.de/komparsen-fuer-segway-video-gesucht/ Mon, 01 Aug 2016 10:55:22 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=557 Wir suchen „Testfahrer“ für den Dreh von Segway-Tourvideos im August 2016 Vor der Buchung einer Segway-Tour, sollen sich potentielle Kunden...

The post Komparsen für Segway-Video gesucht! appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Wir suchen „Testfahrer“ für den Dreh von Segway-Tourvideos im August 2016

Suche beendet

Vielen Dank für die überwältigende Resonanz, aber mittlerweile haben wir genügend Leute zusammen.

Vor der Buchung einer Segway-Tour, sollen sich potentielle Kunden ein besseres Bild der jeweiligen Angebote machen können. Deshalb möchten wir nun die beliebtesten Touren zum Beispiel bei YouTube und anderen Videoplattformen präsentieren. Hierfür suchen wir freiwillige Fahrer, die bei diesen Videos im August 2016 als Komparsen mitwirken möchten.

Vorerfahrung ist nicht nötig, aber hilfreich. 😉 Zur Not bringen wir euch das Fahren noch bei. Wir möchten mit euch die Strecken abfahren, euch dabei filmen und gemeinsam Spaß haben.

Ich (Michael Hotopp) werde dann der Fotograf/ Videograf sein, der das Video technisch und gestalterisch umsetzt. Zudem bin ich euer erster Ansprechpartner.

 

 

Veranstalter und Auftraggeber ist der Segwaypoint Haan (Rheinland).

Gedreht wird unter anderem an folgenden Standorten:

  • Neanderland
  • Köln
  • Düsseldorf
  • Duisburg
  • DriverCard (Segway-Führerschein) Haan/Rhld.

Wir möchten das ganze gerne Morgens/ Vormittags (etwa 8:30/9:00 – 13:00 Uhr) umsetzen. Mögliche Drehtermine wären:

  • 8.8.
  • 9.8.
  • 11.8.
  • 12.8.
  • 16.8. – 17.8.
  • 18.8.
  • 19.8 – 22.8.

Gedreht wird nur bei schönem Wetter. Ggf. wir ein Termin verschoben.

Segway fahren kann eigentlich jeder, dennoch müsst ihr ein paar Vorraussetzungen erfüllen:

Das Mindestalter ist 18 Jahre und ihr müsst eine gültige Fahrerlaubnis (mind. Mofa-Führerschein) besitzen. Ihr müsst in der Lage sein, ohne fremde Hilfe zu stehen und Stufen zu steigen. Solltet ihr an Trombose, Epilepsie oder Herz-Kreislauferkrankungen u.ä. leiden, ist die Teilnahme leider nicht möglich. Schwangeren Frauen ist die Tour nicht zu empfehlen. Das erforderliche Körpergewicht liegt zwischen 45 kg und 120 kg. Wie im Straßenverkehr ist eine Teilnahme an der Tour unter Alkohol- oder Medikamenteneinfluss untersagt.

Was gibt es sonst noch zu wissen?

Falls ihr noch nie Segway gefahren seid, bringen wir euch das notwenige Können vorab bei. Die Anreise zu den Startpunkten der einzelnen Touren müsst ihr selbst organisieren. Erfrischungsgetränke stellen wir. Die Teilnahme an den Dreharbeiten wird nicht zusätzlich vergütet. Die persönliche Freigabe des von euch gedrehten Video- und Tonmaterials für den angedachten Zweck ist natürlich obligatorisch. Die Gruppegröße für die einzelnen Termin umfasst maximal 5 Teilnehmer.

Wurden alle Fragen beantwortet?

Nein?! Dann ruft mich am besten unter der 02173/ 203 25 98 an, oder nutzt das Kontaktformular

Interesse? Jetzt schnell bewerben

– Geschlossen –

The post Komparsen für Segway-Video gesucht! appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Viel Foto-Ausrüstung leicht transportieren https://michaelhotopp.de/viel-foto-ausruestung-leicht-transportieren/ Thu, 30 Jun 2016 09:22:27 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=540 Heute möchte ich euch mal meine Lösung für das leidige „Ausrüstungs-Transportproblem“ präsentieren. Jedem Fotografen dürfte dieses früher, oder später höchstwahrscheinlich...

The post Viel Foto-Ausrüstung leicht transportieren appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Ca. 40kg Foto-AusrüstungHeute möchte ich euch mal meine Lösung für das leidige „Ausrüstungs-Transportproblem“ präsentieren. Jedem Fotografen dürfte dieses früher, oder später höchstwahrscheinlich einmal begegnet. Wer kennt das nicht? Ihr seid als Fotograf für ein Shooting On-Location gebucht und packt eure Ausrüstung. Ist das Projekt etwas aufwendiger, reicht eine einfache Kameratasche aber nicht aus. Licht muss mit. Außerdem Reflektoren, Lichtformer, Abschatter, Foto- und Lichtstative, Gegengewichte, Notebook, Kabeltrommel, Klebeband usw. Oder ihr seid mit einem Model für ein Outdoor-Shooting in der Heide unterwegs und wechselt mehrfach die Location.

So lief es bisher bei mir

Jeder Fotograf tickt da etwas anders, aber bei mir besitzt nahezu jedes Ausrüstungsteil einen eigenen Platz in Koffern, Taschen und ähnlichem. Mir war von Anfang an wichtig, dass sich das Ganze auch leicht transportieren lässt. So ist alles mehr, oder weniger mit Rollen, oder bequemen Tragemöglichkeiten ausgestattet. Zusätzlich habe ich noch große Studio-Trolleys, die viel fassen und auch schwer beladen werden können. Über die Jahre hat sich so etwas wie ein Foto-Taschen-Tick bei mir entwickelt 😉

Gute, aber nicht perfekte Ansätze

Um bei Shootings einige Laufwege zu sparen, habe ich zu Anfang einen Plattformwagen benutzt. Das funktionierte schon nicht schlecht, aber man musste die Koffer ständig mit Gurten gegen das Herunterrutschen sichern. Das klappte bei manchen Taschen besser, als bei anderen. Bei kurzen Entfernungen hat das Sichern oft mehr Zeit gekostet, als das altbewährte Pendeln. Außerdem ist so ein Plattformwagen recht unhandlich im Auto zu verstauen.

Irgendwann habe ich große Studio-Trolleys mit auf Outdoor-Shootings genommen. Bei Locationwechseln konnte man durch den vorhandenen Platz, auch mal schnell was rein werfen, Reißverschluss zu und weiter. Doch auch hier überwiegen die Nachteile. Die Räder sind quasi nur Inline-Skates-Rollen und entsprechend schlecht auf unebenen Wegen zu gebrauchen. Das Packen der Tasche war zudem auch eine zeitraubende Angelegenheit, bis man alle Fächer ordentlich eingerichtet hat. Und dann bleibt das Problem, dass man selbst in geräumigen Kombis die Rückbank umlegen muss. Bei entsprechender Beladung macht das Heben über die Ladebordkante auch nicht sonderlich viel Spaß.

Im Zuge der Optimierung habe ich eine faltbare Sackkarre genutzt. Die passt gut ins Auto, man kann kleinere Koffer benutzen und die Räder erlauben auch mal die Fahrt über einen Schotterweg. Dafür hatte ich wieder das Problem, die Ausrüstung vor dem Locationwechsel verstauen zu müssen.

Argh – irgendwie war das bislang nicht das Richtige.

Meine Vorstellung von „Perfektion“

Bis auf die Dinge die Dauerhaft im Studio im Einsatz sind, ist mein Equipment griffbereit und thematisch in Koffern verstaut. Vor einem Auftrag muss ich eigentlich nur die passenden Taschen aus dem Regal ziehen und kann los. Das soll auch so bleiben. Außerdem soll das lästige Verstauen der Ausrüstung bei kleinen Standortänderungen wegfallen. Die Ladung nicht noch groß sichern zu müssen, wäre auch ein Traum. Ach – und das Transportgefährt darf nicht zu viel zusätzlichen Platz im Kofferraum wegnehmen.

Die vorerst optimale Lösung

Trommelwirbel… Tata – ein faltbarer Bollerwagen! 😉 Sonst sieht man die Dinger eher mit Kindern bestückt in Zoos und Freizeitparks – oder als Bierkastenträger mit Ghettoblaster in Begleitung eines Rudels angetruckener Väter. Zugegeben – sexy ist anders, aber hey: Es löst nahezu alle meine Probleme.

38kg Foto-Ausrüstung in einem Faltbollerwagen

Der Aufbau ist mit zwei Handgriffen und in wenigen Sekunden erledigt. Nun nur noch den Kofferrauminhalt in den Bollerwagen umladen und los gehts. Selbst 50kg lassen sich fast ohne Anstrengung von A nach B wegen. Beläd man den Wagen nicht zu hoch, kann sogar auf eine zusätzliche Sicherung verzichtet werden.

foto-bollerwagen-gefaltetGerade wenn man ein Gelände nicht mit dem Auto befahren kann, oder darf, möchte ich nicht mehr darauf verzichten. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man die Ausrüstung draußen nicht mehr auf den Boden legen muss. Eine Fototasche kann auch einmal beim Transport offen bleiben. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt für eine deutlich entspanntere Stimmung am Set.

Einfache Modelle beginnen bei etwa 60,- €. Möchte man etwas mehr Luxus haben, kann man aber auch mühelos 200,- € ausgeben. Im Verhältnis zu so manchem Fotokoffer, also trotzdem ein Schnäppchen 😉 Hier mal ein Affiliate-Link zu Amazon mit den differsen Faltbollerwagen.

The post Viel Foto-Ausrüstung leicht transportieren appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Praktikumsplätze im Sommer 2016 https://michaelhotopp.de/praktikumsplaetze-im-sommer-2016/ Mon, 23 May 2016 07:21:53 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=500 Eine kurze Erklärung und weitere Infos zur aktuellen Praktikanten-Situation bei mir.

The post Praktikumsplätze im Sommer 2016 appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Liebe Praktikantin, Lieber Praktikant,

es wäre mir eine Freude, dich im Sommer diesen Jahres in meiner verqueren Welt als Fotograf und Grafik-Designer zu einem Praktikum begrüßen zu dürfen. Du würdest mit mir zusammen verschiedene Foto-, Video- und Grafikaufträge umsetzen, Einblick in die Druckvorstufe und das Leben eines Vollblutselbstständigen erhalten, Zeit für eigene Arbeiten haben und Kaffee kochen. Letzteres aber nur, wenn Du auch Kaffee magst; – denn ich schaffe es gerade noch selbst den Knopf an der Maschine zu finden 😉

Ja, wir hätten eine tolle Zeit, wenn… ja, wenn ich nicht Ende Juni 2016 das zweite Mal Vater werden würde. Sobald mein zweiter Sohn auf der Welt ist, werde ich erst einmal für zwei Monate in Elternzeit gehen. In dieser Zeit werde ich zwar weiter für meine Kunden da sein und auch Projekte umsetzen, aber halt in einem deutlich geringeren Umfang.

Ich könnte dir schlichtweg nicht – ohne ein schlechtes Gewissen – einen Praktikumsplatz anbieten. Du würdest während dieser Zeit bei weitem nicht meine volle Aufmerksamkeit bekommen und müsstest unter meinen (durch Schlafmangel hervorgerufenen) Launen leiden. 😉 Das hast Du nicht verdient, denn schließlich solltst Du hier etwas lernen und dich orientieren. Außerdem möchte ich unter gar keinen Umständen, dass Du Gefahr läufst, dein Praktikum aufgrund der geringeren Wochenstundenzahl nicht anerkannt zu bekommen. Ab dem Spätsommer 2016 sollte sich wieder alles normalisiert haben. Aber bis dahin: Vielen Dank für dein Interesse und viel Glück bei der weiteren Suche.

Liebe Grüße – dein Michael

 

PS.: Wer es trotzdem nicht lassen kann, mir sein Portfolio, oder seine Bewerbung zu schicken, macht dies bitte per E-Mail an die praktika@blitzkopf.com. Seid euch aber bitte bewusst, dass ich diesen Sommer Niemanden nehmen kann – egal wie gut, oder sympathisch ihr mir seid.

The post Praktikumsplätze im Sommer 2016 appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Kurztrip nach Brügge https://michaelhotopp.de/kurztrip-nach-bruegge/ Fri, 15 Apr 2016 11:21:59 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=438 The post Kurztrip nach Brügge appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>

Die vergangenen Monate verliefen reichlich turbulent bei mir. Fast zwei Dutzend Mitarbeiter-Shootings, etliche Studio-Aufträge, sowie sechs grafische Großprojekte mit einem gigantischen Druck-Volumen. Zwischenzeitlich noch Workshops, Meetings, Messebesuche und der normale Geschäftsalltag. Über Langeweile konnte ich absolut nicht klagen. Leider bedeutet ein volles Auftragsbuch meist auch, dass die Familie zu kurz kommt.

Mir gelang das fast unmögliche und ich konnte meine Termine so schieben, dass ich tatsächlich eine Auszeit nehmen konnte. Aber auch ohne konkreten Auftrag, kann ich die Kamera nicht aus der Hand legen. Bei einem Kurzbesuch in Brügge, Belgien habe ich den Touristen gemimt und mal wieder einen Ausbruch aus der People-Fotografie gewagt. Keine Menschen mit auf das Bild zu nehmen, war übrigens nicht so einfach. Selbst an einem Mittwoch Morgen außerhalb der Ferien, platzt die Stadt aus allen Nähten.

Es ist schon seltsam. Viele Leute vermeiden in ihrer Freizeit, auch nur den kleinsten Bezug zu ihrem Beruf herzustellen. Ich verbringe selbst meine freien Stunden damit zu fotografieren. Ich bin in dieser Zeit halt nur kein Berufs-, sondern ein Hobbyfotograf. Dazu fällt mir die Weisheit von Konfuzius ein: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Oh, wie war 😉

Die Stadt selbst ist auf jeden Fall eine Reise wert, denn nicht nur Amsterdam kann mit Grachten aufwarten. An vielen Orten fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt und Smartphones, oder Autos wirken wir Anachronismen. Selbst große Fastfood- und Bekleidungsketten sind so in historische Fassaden eingefasst, dass sie nahezu nicht auffallen.

The post Kurztrip nach Brügge appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Elternzeit als selbstständiger Vater – Ein Erfahrungsbericht https://michaelhotopp.de/elternzeit-als-selbststaendiger-vater-ein-erfahrungsbericht/ Sat, 13 Feb 2016 13:52:23 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=376 Als Selbstständiger in Elternzeit zu gehen ist eine tolle Option und gar nicht so komliziert, auch wenn es zu Anfang nach viel Bürokratie aussieht.

The post Elternzeit als selbstständiger Vater – Ein Erfahrungsbericht appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>

Wie, Selbstständige können auch in Elternzeit gehen?

Diese Reaktion hat mein „Geständnis“ bei vielen Kunden und Bekannten hervorgerufen. Dass nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Vollzeit-Selbstständige in Elternzeit gehen (können), scheint entweder nicht sonderlich bekannt zu sein, oder es ist ein Tabu-Thema. Jedenfalls waren die Menschen in meiner Umgebung sehr geteilter Ansicht über meine Entscheidung für die Elternzeit. Dieser Blogbeitrag soll aber keine Rechtsberatung sein und erhebt keinensfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr möchte ich von meinen persönlichen Erfahrungen mit diesem Thema berichten. Bei meinen eigenen Recherchen im Vorfeld zu meiner eigenen Elternzeit, habe ich zwar viele „Ratgeber“ und Foren bei Google gefunden, aber richtige Erfahrungsberichte habe ich schmerzlich vermisst. Ich hätte einfach gerne einmal gewusst, wie es Andere machen, bzw. gemacht haben. Scheinbar geht es nicht nur mir so, deshalb möchte ich hier von meinen eigenen Erlebnissen berichten.

Meine Ausgangssituation

Ich bin seit 2002 selbstständig. Auch wenn ich natürlich Hilfe und Assistenten habe, so besteht meine Firma hauptsächlich aus mir. Ich bin eine eher ungewöhnliche Kombination aus Fotograf und Grafik-Designer, aber diese Mischung funktioniert für mich sehr gut. Allerdings ist es schwer, Mitarbeiter zu finden die ebenfalls in beiden Bereichen bestehen können… Ähm, ich komme vom Thema ab. Ich teile auf jeden Fall Freud und Leid vieler Selbstständiger und Freelancer dort draußen: Urlaub zu machen, oder krank zu sein bedeutet für mich, dass meine Firma theoretisch keine Umsätze macht.

Als meine Frau dann mit meinem Sohn schwanger wurde, stellten sich die üblichen Fragen: Wie lange bleibt sie nach der Geburt zu Hause und auf welchen Zeitraum teilen wir das Elterngeld auf, etc. Als wir uns über die Möglichkeiten informiert haben, stießen wir das erste Mal darauf, dass auch ich als Selbstständiger in Elternzeit gehen könnte. Im Prinzip keine schlechte Idee, doch dass ich zugunsten der Kinderbetreuung die Firma ruhen lassen sollte, war für mich eigentlich undenkbar. Wie soll das funktionieren? Ich kann nicht einfach zwei Monate Nichts tun. Erstens habe ich laufende Verträge und Verpflichtungen und zweitens muss ich neue Aufträge an Land ziehen… Bla, bla, bla. Ja, die Idee war nett, aber ich war mir sicher, dass es (für mich) nicht funktionieren konnte.

Die erste Zeit als Vater (und Selbstständiger)

Wow. Vater zu werden war eine unglaubliche Erfahrung. Ich könnte nun versuchen dies zu beschreiben, aber es gelingt mir doch nicht. Fakt ist, dass man als (Noch-)Nicht-Eltern keinen blassen Schimmer hat, was einen erwartet. Egal wieviel einem von anderen Eltern erzählt wird und was man so liest – es ist ganz anders! Macht euch keine Illusionen. Nein wirklich – es gibt nichts, was euch darauf vorbereitet!

Dementsprechend naiv bin ich in die erste Zeit gestartet. Klar, selbstständig zu sein und Vater zu werden ist nicht ohne, aber das passt schon. Schließlich kann ich mir die Zeit selbst einteilen und so viel mehr Zeit mit meinem Kind verbringen, als irgendein Arbeitnehmer zu träumen wagt. Aber beides zu kombinieren war schwieriger als gedacht. In weiser Voraussicht haben wir uns „damals“ schon eine Immobilie gesucht, in der wir leben und arbeiten können. Mein Weg zur Arbeit besteht aus zwei Treppen und ich bin bei mir im Studio. Aber wenn es nicht unbedingt notwendig war, habe ich von zu Hause aus gearbeitet. Schließlich ist es ja egal, wo ich meine Bilder bearbeite, oder wo ich einen Katalog setze und es gibt keinen Chef der einem im Nacken sitzt. So konnte ich die erste Zeit mit dem neuen Erdenbewohner in vollen Zügen genießen.

Als Selbstständiger ist man selbst verantwortlich, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren. War dies in der Vergangenheit nie ein Problem für mich, so hat die Geburt meines Sohnes in mir etwas verändert. Auf einmal war die Arbeit nicht mehr soooo wichtig. Es war mehr Mittel zum Zweck, damit ich meine Familie ernähren kann. Natürlich ist Geld leider ein wichtiger Faktor in unserem Leben, aber was nützt der schnöde Mammon, wenn ich meine Familie nicht sehe? Offen gestanden hätte ich mich selbst nicht so eingeschätzt. Ich liebe meinen Beruf und ich gehe leidenschaftlich gerne „zur Arbeit“. Aber gerade in der ersten Zeit haben sich meine Prioritäten ganz klar verschoben. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich selbst erkannt habe, dass dies eine gefährliche Entwicklung werden könnte. Glücklicherweise habe ich rechtzeitig gemerkt, dass ich meinen Beruf und die Zeit mit meinem Sohn besser ausbalancieren muss. So sehr ich die Zeit mit der Familie auch genieße, trotzdem müssen wir auf einer soliden Grundlage stehen.

Die Entscheidung für die Elternzeit

Wir hatten uns dafür entschieden, dass meine Frau zwölf Monate zu Hause bleibt. Es hatte sich auch gezeigt, dass ich einfach nicht so viel Zeit für die Familie aufbringen konnte, wie ich zunächst gehofft hatte. Ein Fotostudio und ein Grafik-Büro zu betreiben, erfordert einfach viel Aufmerksamkeit und Hingabe. Außerdem weiß ich auch, dass neue Aufträge für Fotografen in der Regel nicht einfach so entstehen, sondern dass hier viel Fleißarbeit erforderlich ist. Tatsächlich war dies der Punkt, wo die Elternzeit für mich doch wieder in den Bereich des Denkbaren gerückt ist. Begleitet von der Erkenntnis: Weniger zu arbeiten ist nur dann möglich, wenn die etwaigen Umsatzausfälle anderweitig aufgefangen werden. Dann kann ich die verbleibene Zeit immerhin zur Kundengewinnung nutzen. Es begann also die Recherche-Zeit. Es ist unglaublich, wie viel Zeit man mit der Suche nach unnützen Informationen verbringen kann. Selbsternannte Fachleute geben in Foren ihr halbes Dreiviertelwissen zum besten und sogenannte Informationswebsites und Portale reden um den heißen Brei herum und werfen mit Paragraphen und Richtlinen um sich. Frustriert glimmt mein eigentlich entfachtes Feuer für diese Idee eher nur noch so vor sich hin. Egal – ich möchte Zeit mit meinem Sohn verbringen! Nun packe ich es an. Koste es, was es wolle.

Der Antrag

Die entsprechenden Formulare findet man in der Regel online bei seiner zuständigen Elterngeldstelle. Zunächst war ich von dem Antrag selbst etwas überfordert. Was die alles wissen wollten! Zumindest die persönlichen Daten waren schnell eingetragen und das Einreichen der Geburtsurkunde konnte ich mir glücklicherweise sparen. Schließlich haben wir dies bereits beim Antrag meiner Frau vorgelegt. Übrigens laufen wir als Väter unter dem gleichen Aktenzeichen. Eigentlich eine banale Information, aber dieser Umstand macht vieles einfacher. Da meine Frau schon zwölf Monate beantragt hatte, blieben mir noch der 13. und 14. Lebensmonat. So weit, so gut.

Deutlich mehr Kopfzerbrechen bereitete mir die „Erklärung für Selbstständige“. Wöchentliche Arbeitszeit? Ich bin selbstständig, also 24/7. Hmm, naja. Realistisch ist irgendetwas um die 50 Stunden, bei einer 5,5-6 Tagewoche. Tatsächlich ist dies eher ein Richtwert, damit die Elterngeldstelle abschätzen kann, wie ihr so eingespannt seid. Der Einkommensnachweis läuft etwas anders, als bei Arbeitnehmern. Da ich selbstredent keine Lohnabrechnung bekomme, habe ich meine Einkommensteuererklärung und die Bilanzierung (alternativ eine Einkommensüberschussrechnung – EÜR) eingereicht. Diese muss aus dem Jahr, VOR der Geburt des Kindes sein. Da mein Sohn 2014 geboren wurde, also die von 2013. Da ich das ganze Jahr selbstständig war, wurde mein Gewinn also vom 1. Januar bis zum 31. Dezember ermittelt und der Durchschnittswert über zwölf Monate errechnet. Genau wie bei Arbeitnehmern werden 65% eures Gewinns/ Nettoeinkommens als Grundlage genommen.

Wie viel ich während der Elternzeit arbeite, war vier Monate vor dem Bezugszeitraum eigentlich unmöglich abzuschätzen. Ich hatte einige Projekte in Petto und konnte nur erahnen, was mich erwartet. Aber Aufträge kommen ja auch gerne einmal unerwartet. Tja, bleibt nur schätzen. Ich habe also meine „normale“ Arbeitszeit halbiert und wollte mich auf „weniger Projekte“ beschränken. Auch wenn ich es versucht habe – eine passende Ersatzkraft habe ich leider nicht gefunden. Ich wollte außerdem ja selbst weiterarbeiten – nur halt weniger.

Den voraussichtlichen Gewinn zu schätzen war ebenfalls schwer möglich. Für mich stand nur fest, dass ich unter gar keinen Umständen etwas zurückzahlen wollte. Selbst wenn ich nur halb so viel arbeite, reicht es dennoch zum Leben und um die laufenden Kosten zu decken. Also habe ich meinen erwarteten Gewinn etwa doppelt so hoch angesetzt, als mein monatlicher Durchschnittsverdienst in der eingereichten Einkommenssteuererklärung lag. So konnte ich sicherstellen, dass ich „nur“ mit dem Mindestsatz von 300,- € veranlagt werde. Lieber etwas erstattet bekommen, als etwas nachzuzahlen.

Die Vorbereitung der Elternzeit

Der Antrag wurde eingereicht und ich wurde wie erwartet veranlagt: Mit dem Mindestsatz von 300,- € im Monat. Aber dies geschah ja in voller Absicht. Super – ich gehe also für zwei Monate in Elternzeit. Nun hieß es, meine Stammkunden langsam auf die nahende Auszeit vorzubereiten. Die Reaktionen waren mitunter nicht unbedingt positiv. Scheinbar setzen viele die Elternzeit mit einem fluchtartigen Auswandern in ein fernes Land gleich. Immer wieder beruhigte ich die Kunden damit, dass ich nur weniger arbeite und selbstverständlich auch weiter für sie da bin. Eigentlich ist es ja schön, dass meine Kunden so an mir hängen, aber ich wurde weniger optimistisch, wie viel Zeit ich tätsächlich für die Kinderbetreuung aufwenden können würde.

Nun hieß es ein Polster herauszuarbeiten. Zum einen natürlich ein finanzielles um die laufenden Kosten trotz weniger Umsätze zu decken und zum anderen ein Auftragspolster. Weniger zeitkritische Projekte konnte ich auf die Zeit nach der Elternzeit schieben und den ein, oder anderen Auftrag der in diese Zeit gefallen wäre, habe ich tatsächlich abgelehnt. Wobei „abgeleht“ das falsche Wort ist. Ich habe sie eher an fähige Kollegen verwiesen und mir damit den Rücken freigehalten.

Meine „Auszeit“

Mein Sohn feierte seinen ersten Geburtstag und da war sie: Meine Elternzeit. Und das als Selbstständiger! Die nächsten zwei Monate gehören meinem Sohn und mir. Uff. So anstrengend hatte ich es mir nicht vorgestellt. Der Kleine hat ganz schön Energie und fordert einen Großteil meiner Aufmerksamkeit. Ein Anruf hier, eine E-Mail dort. Das konnte ich schon unterbringen, aber echte Zeit zu arbeiten, blieb hauptsächlich nur während er schlief. Zum Glück hatte ich vorgearbeitet und der Großteil meiner Kunden reagierten nun erstaunlich gelassen auf die Einschränkungen.

Ja, mein Beruf ist mitunter extrem anstrengend, aber wer behauptet, dass Kinderbetreuung mit Links und nebenbei zu erledigen ist, hat schlichtweg keine Ahnung. Ich verstehe nun um einiges besser, was meine Frau jeden Tag leistet/ geleistet hat. Ich ziehe meinen Hut vor ihr 😉

Halbzeit. Der erste Monat als fast-Vollzeit-Papa war vorüber und so langsam hatte ich Routine. Anstrengend war es immer noch, aber es hat auch richtig Spaß gemacht. Das Ganze hatte einen sehr positiven Nebeneffekt: Durch das reduzierte Arbeitspensum und die ständige Kurzweil hatte ich einen regelrechten Kreativitäts- und Motivationsschub. Meine Befürchtungen, dass die Elternzeit sich negativ aufs Geschäft auswirken würde, waren mit einem Mal verflogen und zum Glück auch völlig unbegründet. Der kleine Wirbelwind war meine neue Muse. 😀

Die Elternzeit ging viel zu schnell vorbei. Auch wenn ich die Zeit richtig genossen habe, so freute ich mich auch darauf, mit frischer Energie „zurückzukehren“.

Der nachträgliche Einkommensnachweis

Ich hatte mich beim Antrag dazu entschieden, dass nicht pauschal 25% meines Umsatzes als Betriebsausgaben berücksichtigt werden sollten, sondern dass ich diese separat erkläre. Der Betrieb eines Fotostudios ist mit etlichen Aufwand verbunden und so war ich bereits im Vorfeld sicher, dass meine tatsächlichen Ausgaben mehr als ein Viertel in dieser Summe ausmachen.

Der Nachweis selbst ist eigentlich recht einfach erbracht. Dieser muss mindestens § 4 Abs. 3 EstG entsprechen. Was? Im Klartext: Eine einfache Einnahmenüberschussrechnung. Da das Formular EÜR für das aktuelle Jahr noch nicht veröffentlicht wurde, habe ich in meiner Steuersoftware das Formular für das Vorjahr ausgefüllt. Ich habe also penibel alle Daten für den Veranlagungszeitraum aus meiner Buchhaltung in das Formular übertragen. Dort habe meine Einnahmen aufgeführt und selbstverständlich auch die Ausgaben. Studiomiete, Strom, Versicherungen, Fahrtkosten, Umsatzsteuervorauszahlungen etc. pp.. Am Schluss habe ich noch eine Buchungsübersicht erstellt und fertig war der Nachweis. Ob die Buchungsübersicht wirklich nötig war, weiß ich offen gestanden nicht. Aber da in der Elterngeldstelle keine Finanzbeamten sitzen, wollte ich es ihnen so einfach wie möglich machen. Für mich war es ja nur ein Klick 😉

Was jetzt so einfach klingt, war von unzähligen Telefonaten mit der Elterngeldstelle und schlaflosen Nächten begleitet. Leider konnte mir niemand recht Auskunft geben, ob die EÜR nun wirklich ausreichen ist. „Schicken Sie mir Ihre Unterlagen einmal per E-Mail, dann schauen wir mal.“. Scheinbar bearbeitet meine zuständige Elterngeldstelle nicht sonderlich oft diese Art von Anträgen. Dies führte dazu, dass ich zwei Mal nachträglich aufgefordert wurde, endlich die erforderlichen Nachweise einzureichen. „Eine bloße Kopie Ihrer Steuererklärung reicht nicht“. Einige E-Mails und Telefonate später wurde meine eingereichte EÜR dann doch akzeptiert und ich erhielt keine Woche später den entsprechenden Bescheid. Yeah – ich bekomme sogar noch etwas raus. Ich habe also wohl alles richtig gemacht. Eine Sorge weniger 😉

Mein Fazit

Die Elternzeit war eine tolle Erfahrung für mich und ich werde sie bald wieder in Anspruch nehmen (können). :-p Eigentlich war es auch mit deutlich weniger Bürokratie verbunden, als ich zunächst vermutet hätte. Es wird nur viel komplizierter dargestellt, als es in Wirklichkeit ist. Ich kann gut verstehen, dass viele Selbstständige davor zurückschrecken und lieber darauf verzichten. Bleibt zu hoffen, dass nun auch andere Selbstständige nicht auf diese Erfahrung verzichten und dass ich vielleicht etwas weiterhelfen konnte.

Abschließend möchte ich noch ein paar Ratschläge, basierend auf meinen eigenen Erfahrungen geben:

  • Lasst euch einfach einmal in eurer Elterngeldstelle persönlich beraten. In der Regel findet sich dort immer jemand, der euch eure Fragen beantworten kann.
  • Bereitet eure Elternzeit gründlich vor. Sorgt dafür, dass ihr wirklich weniger arbeiten könnt, indem ihr Aufträge verschiebt, oder Jemanden findet, der euch ggf. vertreten kann.
  • Kinderbetreuung und gleichzeitig arbeiten zu können funktioniert nicht. Teilt euch den Tag so ein, dass ihr während des Mittagsschlafs arbeitet, oder wenn die kleinen Chaoten abends im Bett sind.
  • Benachrichtigt eure Kunden rechtzeitig bzgl. eurer Elternzeit. Bei mir waren es vier Monate Vorlauf. Selbst dies haben Einige schon als „sehr knapp“ empfunden.
  • Führt ordentlich Buch und tragt am besten schon während euer Elternzeit die entsprechenden Buchungen in eure EÜR ein.
  • Überlegt, ob es nicht sinnvoller ist, die ersten zwei Lebensmonate in Elternzeit zu gehen. Diese Zeit ist ohnehin sehr anstrengend, aber die Kleinen schlafen noch viel. Der 13. und 14. Monat sind deutlich aktiver und sind durch deutlich kürzere Arbeitsphasen geprägt.

Nützliche Links

The post Elternzeit als selbstständiger Vater – Ein Erfahrungsbericht appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
US-Vogue: Hochzeitsfotograf heutzutage überflüssig https://michaelhotopp.de/us-vogue-hochzeitsfotograf-heutzutage-ueberfluessig/ Wed, 20 Jan 2016 09:42:56 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=318 Als verheirateter Hochzeitsfotograf, möchte ich erklären weshalb dies für mich garantiert nicht mit auf die Liste der abzuschaffenden Dinge gehört.

The post US-Vogue: Hochzeitsfotograf heutzutage überflüssig appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Die US-amerikanische Vogue hat am 6. Januar einen Artikel mit „10 veralteten Hochzeitsbräuchen“ (The 10 Wedding “Rules” to Break) veröffentlicht. Die Autorin behauptet darin, dass man in Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken, keinen professionellen Hochzeitsfotografen mehr braucht… Ich möchte als leidenschaftlicher Hochzeitsfotograf erklären, weshalb ich dies anders sehe.

Als Fotograf liest man zwangsläufig auch Magazine und, die ein „gestander Mann“ normalerweise nicht in die Hand nehmen würde. Ich bin zum Beispiel regelmäßig auf der Webseite der US-Vogue unterwegs, um über Trends auf dem laufenden zu bleiben. Nun ist es raus 😉 Die meisten Artikel sind zwar sehr klischee-behaftet, aber trotzdem lesenswert.

Als Hochzeitsfotograf entdeckte ich folgendes in der Vogue:

Hiring a Professional Photographer
It made sense back in the olden days, pre–Facebook albums and Instagram hashtags, when the whole world didn’t have phones with cameras on them. Having the actual leather-bound album on your coffee table seemed like the only evidence that the whole thing actually took place. If social media is not your thing, why not scatter some disposable cameras around the party and let your drunken guests go to town? You’ll end up with hilarious and candid pictures without the pressure of “likes.”

Nun mag man mir vorwerfen können, dass ich die Sache nicht ganz objektiv betrachte. Schließlich bin ich als Fotograf auch auf Hochzeiten unterwegs und ja, ich verdiene unter anderem meinen Lebensunterhalt damit. Das stimmt natürlich alles, aber auch ich stand einmal auf der anderen Seite – nämlich, als ich geheiratet habe. Somit bin ich in der Lage, beide Seiten beurteilen zu können.

Was spricht gegen einen Hochzeitsfotografen?

Ohne Zweifel, gibt es handfeste Gründe, die gegen einen gebuchten Hochzeitsfotografen sprechen. Zu allererst natürlich der finanzielle Aspekt. Eine ganztägige Reportage bezahlt sich in der Regel nicht aus der Portokasse. Für das gesparte Geld kann man seine Flitterwochen meist gut um eine Woche verlängern. Außerdem hängt man sein „fotografisches Glück“ einzig an das Team, oder den einzelnen Fotografen, der die Hochzeit begleitet. Ein professioneller Fotograf wird in der Regel auch nicht überall sein können und verpasst vielleicht die kleinen Geschichten, die neben dem großen Haupt-Ereignis passieren. Es spricht also viel dafür, sich auf die Gäste mit ihren Smartphones zu verlassen. Möchte man die fotografier-bereitschaft weiter steigern, kann man zusätzlich auch Einweg-Kameras auf den Tischen auslegen. [clear]

Und was spricht dafür?

In den letzten Jahren habe ich aber auch genügend Argumente für einen professionellen Fotografen sammeln können. Als gebuchter Hochzeitsfotograf genießt man oft einige Sonderprivilegien. Bei einer kirchlichen Trauung in Deutschland zum Beispiel, wird das Fotografieren durch Gäste und die Handy-Benutzung generell nicht gerne gesehen – meistens sogar untersagt. Selbst wenn die Gäste von ihren Plätzen aus fotografieren dürfen, sind Details wie das Anstecken der Ringe meist nur Beiwerk im finalen Bild. Bei Freien Trauungen erlebe ich es auch immer öfter, dass der Zeremonienmeister dazu aufruft, die Handys auszumachen und nicht selbst zu fotografieren. Der Fotograf ist einfach näher dran, immer dabei und wird eigentlich immer geduldet. Außerdem versteht ein Hochzeitsfotograf sein Handwerk. Er fotografiert ganz bewusst und „knippst“ nicht nur vor sich hin. In der Regel sind seine Bilder so keine reinen Zufallstreffer. Durch seine Erfahrung und den nötigen, emotionalen Abstand, fängt er Ereignisse und die Stimmung deutlich besser ein, als es jeder Gast je könnte. Ich konnte auch beobachten, dass immer weniger durch Gäste fotografiert wird, je weiter die Feier voranschreitet. Die Leute werden müde, trinken Alkohol und sind zu späterer Stunde, oder nach dem Essen einfach sehr träge. Ein engagierter Fotograf versucht zwar auch Teil der Feier zu werden, aber das Fotografieren hat für ihn nach wie vor Priorität – egal wie spät es ist.

Jeder muss selbst abwägen, wie wichtig ihm die Fotos der eigenen Hochzeit sind. Die Gäste werden so, oder so fotografieren – egal wie sich das Brautpaar entscheidet. Aber in der Regel hat man nur mit einem Hochzeitsfotografen die Sicherheit, anspruchsvolle Fotos von der gesamten Feier zu bekommen. Es ist halt ein riesiger Unterschied, ob der „Fotograf“ auch gleichzeitig ein Gast ist, oder ob er sich nur um die Fotos kümmert. Deshalb bin ich auch immer skeptisch, wenn man sich auf den „Verwandten mit einer guten Kamera“ verlässt.

Für mich ist die Mischung die optimale Lösung. Die Gästefotos sind gut geeignet, um die Feier aus einer anderen Sicht zu erzählen und ergänzen die Bilder des Fotografen einfach nur. Sollte ich noch einmal heiraten, würde ich mich nicht allein auf die Fotos der Gäste und den Zufall verlassen, sondern immer wieder einen professionellen Fotografen buchen. „Richtige“ Hochzeitsfotos gehören für mich einfach dazu und wenn ich mit meiner Frau irgendwann auf der Terrasse im Grünen sitze und in Erinnerungen schwelge, möchte ich mich nicht ärgern müssen, am falschen Ende gespart zu haben. 😉 Bilder sind für mich sehr wichtig – vielleicht bin ich auch einfach nur zu romantisch.

Wer übrigens keine Lust auf die 08/15-Gästefotos hat, sollte vielleicht einmal über eine Photobooth nachdenken. So fotografieren sich die Gäste zwar quasi auch selbst, aber auf einem viel höheren Niveau. Außerdem bringt eine Fotobox, zwangsläufig Stimmung in jede Feier.

The post US-Vogue: Hochzeitsfotograf heutzutage überflüssig appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Meine Lieblings-Apps für den Mac https://michaelhotopp.de/meine-lieblings-apps-fuer-den-mac/ Thu, 14 Jan 2016 09:26:26 +0000 https://michaelhotopp.de/?p=274 Ich stelle 10 Apps für den Mac vor, die nicht nur Fotografen den Alltag erleichtern können.

The post Meine Lieblings-Apps für den Mac appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>
Meine Lieblings-Apps für den MacAls Fotograf ist man zwangsläufig auch auf einen Computer angewiesen. Tatsächlich ist es sogar so, dass man als Berufsfotograf im Verhältnis eher selten die Kamera in die Hand nimmt und stattdessen die Zeit vor dem Bildschirm verbringen muss. Ich nutze sowohl Apple-, als auch Windows-Rechner. Heute möchte ich ein paar kleinen Helferlein auf meinen Mac-Systemen vorstellen, die mir den Arbeitsalltag extrem erleichten.

Telephone.appTelephone

Preis: kostenlos
Das Telefon ist bei mir nach wie vor eines der Hauptkommunikationsmittel. Damit ich nicht ständig einen Hörer in der Hand habe und bequem Anrufe vom Rechner aus führen kann, ist dieses kleine App genau das richtige. Minimalistisches Design, aber perfekt für meine Zwecke geeignet. Funktioniert ausgezeichnet mit der FritzBox 7390, die hier im Studio in Betrieb ist, aber auch mit externen SIP-Anbietern.

[clear]

FrizzixFrizzix

Preis: kostenlos
Mein Anruf-Monitor für die FritzBox. Zeigt hervorragend die gewählten und empfangenen Anrufe an. Besonders praktisch daran ist, dass man bei unbekannten Rufnummern mit einem Rechtsklick schnell eine Google-Suche starten kann. So kann man direkt sehen, ob es ein potentieller Kunde versucht hat, oder ob mir nur wieder Jemand Pflanzen für mein Studio vermieten will 😉

[clear]

app-phoneboxPhoneBox Lite

Preis: kostenlos
Der Handy-Empfang bei mir im Studio und im Büro ist stellenweise extrem schlecht, wenn das Smartphone nicht in der Nähe des Fensters liegt. Damit ich trotzdem auch über das Mobilnetz telefonieren kann, hat sich diese App bewährt. Der Rechner verbindet sich über Bluetooth mit meinem Handy und fungiert als Freisprechanlage, während das Handy mit gutem Empfang am Fenster liegt…

[clear]

JPEGmini LiteJPEGmini Lite

Preis: kostenlos/ 19,99 €
Wer Bilder über das Internet verschickt, oder diese auf Webseiten verwenden möchte, kämpft oft mit den Dateigrößen. Diese kleine App optimiert die JPEG-Dateien und befreit sie verlustfrei von unnötigem Balast. 20 Bilder am Tag sind kostenlos. Wer mehr braucht, greift besser zur Vollversion.

[clear]

 

app-cleanmydriveCleanMyDrive

Preis: kostenlos
Wer mit Mac und Windows-Systemen parallel arbeitet, oder Kunden Daten auf einen USB-Stick kopiert, kennt das Problem: Neben den kopierten Daten, legt OS X sogenannte Forks mit auf dem Datenträger ab. Unter Windows werden diese dann sichtbar und es tauchen plötzlich Order mit dem Namen __MACOSX auf und es ist zudem die Datei .DS_store vorhanden. Was für Apple-Nutzer sinnvoll sein kann, irritiert Windows-Nutzer oft. Diese kleine App kann Datenträger (auch automatisiert) bei Auswerfen von diesen Daten befreien.

[clear]

GrowlGrowl

Preis: 3,99 €
Wahrscheinlich DAS Benachrichtigungstool für den Mac. Zeigt schnell und einfach Benachrichtigungen an, wird von sehr vielen Apps unterstützt und ist weit verbreitet. So verpasst man keine Benachrichtigungen mehr.

[clear]

app-controlplaneControlPlane

Preis: kostenlos
Wer mit einem Notebook unterwegs ist, steht oft vor der Aufgabe, das Notebook an die jeweilige Umgebung anzupassen. Andere Netzwerk-Ordner, Proxy-Einstellungen, oder „Lieblings-Apps“. Anhand von frei definierbaren Anhaltspunkten (z.B. Einwahl in ein definiertes WLAN) entscheidet ControlPlane, wo man sich gerade befindet und führt bestimmte Aktionen aus. Beispielsweise ist die Bluetooth-Verbindung des MacBooks nur dann eingeschaltet, wenn das Notebook auch im Studio ist. In anderen Umgebungen wird sie automatisch deaktiviert. So werden auch Netzlaufwerke automatisch gemountet, sobald eine VPN-Verbindung zu bestimmten Kunden besteht und wo weiter.

[clear]

app-yoinkYoink

Preis: 6,99 €
Ich arbeite sehr oft an Arbeitsplätzen mit mehreren Monitoren, oder nutze mehrere Desktops. Da wird Drag’n’Drop sehr oft zur Geduldsprobe. Gerade wenn man unterwegs ist und auf das Touchpad angewiesen ist. Yoink ist eine kleine App, auf der man „mal schnell“ etwas via Drag’n’Drop ablegen kann. Dann navigiert man stressfrei, ohne die Maustaste gedrückt halten zu müssen an die gewünschte Stelle und ziehnt es aus Yoink wieder heraus. Eignet sich auch super um schnell ein paar Daten zusammen zu suchen und zentral zu sammeln. Bei Bedarf findet man diese so schnell wieder.

[clear]

Affinity Photoapp-affinity-photo

Preis: 49,99 €
Eine sehr gute Alternative zu Adobe Photoshop. Schick, schlank und schnell. Wer nicht unbedingt auf Adobe angewiesen ist, hat gute Chancen hiermit glücklich zu werden.

[clear]

app-affinity-designerAffinity Designer

Preis: 49,99 €
Ebenfalls eine gute Alternative zu Adobe. Nur diesmal ersetzt es Illustrator, als vektorbasiertes Zeichenprogramm. Arbeitet gut mit Affinity Photo zusammen und unterstützt alle gängigen Formate.

[clear]

 

The post Meine Lieblings-Apps für den Mac appeared first on Michael Hotopp - Fotograf und Videograf.

]]>